Miniaturkabinetts

Ab 9. Mai 2001 eröffnet das Schlossmuseum in Pszczyna für die Besucher eine spezielle Dauerausstellung, die sich wesentlich von der Hauptausstellung in den historischen Innenräumen unterscheidet. Sie präsentiert eine seltene, jedoch erwähnenswerte Miniaturenkollektion. 

Im Miniaturenkabinett, dessen Namen auf die ehemaligen Sammlungsräume zurückzuführen ist, werden fast 200 Miniaturen, Gestalten und Basreliefs ausgestellt. Auf diese Weise können kleine Porträts verschiedener Herkunft ausgestellt werden, die bisher in Museumsarchiven aufbewahrt wurden. Unter den Bildern kann man u.a. das Porträt eines Mannes in Barett von Aleksander Orłowski (1777-1832) und ein paar interessante Skizzen von Jan Ksawery Kaniewski (1805-1867) sehen. Die Skizzen sind während der Urlaubszeit des Malers in der Ukraine, in den Schlössern Pless und Fürstenstein entstanden. Zu ihnen gehört z. B. das Bildnis von Hans Heinrich XV. Hochberg, das 1918 im Plessner Hauptquartier der deutschen Armee gemalt wurde.

Die Entstehung der Miniatursammlung von Pszczyna ist hauptsächlich auf die Sammelleidenschaft des Architekten Leon Dietz d’Arma aus Zabrze zurückzuführen, der sein ganzes Leben lang diese kleinen Werkstücke in den Antiquariaten in Posen, Krakau, Warschau mit großem Engagement gesammelt hat.
1969 wurde die Sammlung vom Museum in Pszczyna gekauft und in den nächsten Jahren wurde sie um fast 100 Gegenstände erweitert. Es war eine ausreichende Anzahl, um den Stillwechsel und die Vielfältigkeit der polnischen und ausländischen Miniaturen innerhalb von drei Jahrhunderten darstellen zu können. Das Miniaturenkabinett befindet sich im zweiten Obergeschoss des westlichen Flügels, direkt neben der Holztreppe aus dem 18. Jahrhundert. Zum Kabinett gelangt man über den „Jägerflur”.

Gabinet Miniatur

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